I. Produktübersicht

Der Radroboter ist eine mobile Radroboterplattform für große geschlossene Umgebungen und Gebäudeinnenbereiche und gehört zur Kategorie der Basis-Arbeitsroboter. Er ist auf leichte Transportaufgaben und Umgebungswahrnehmung auf den „letzten 100 Metern“ spezialisiert. Ab Werk verfügt das Produkt über Kernfähigkeiten wie autonome Navigation, Umgebungswahrnehmung, Fernüberwachung und Materialaufnahme.

Kernpositionierung: In geschlossenen oder halbgeschlossenen Umgebungen wie großen Campusgeländen, Fabrikgeländen, Krankenhausarealen, Lager- und Logistikzentren sowie Schulcampus übernimmt der Roboter zwei zentrale Transportaufgaben: Prozesstransport (Materialfluss innerhalb von Produktions- und Dienstleistungsketten) und Endzustellung (Zustellung auf den letzten 100 Metern vom Sammelpunkt zum Endnutzer). Gleichzeitig kann der Roboter unterstützende Anwendungen wie Umgebungsinspektion, Sicherheitspatrouille und leichte Manipulation übernehmen.

Das Produkt verfügt über ein modulares Design und unterstützt die flexible Erweiterung mit Differential-/Omnidirektionalrad-Fahrgestellen, verschiedenen Sensoren, Transportvorrichtungen und Roboterarmen; es lässt sich an Transport- und leichte Manipulationsanforderungen verschiedener Branchen anpassen.

Dieses Produkt hat eine Radstruktur und eignet sich für ebene, harte Böden wie Epoxidharzböden in Innenräumen, asphaltierte Wege auf Werksgeländen, Lagerdurchgänge und Krankenhausflure; es ist nicht für komplexes Gelände wie Treppen, Schlamm, Sand oder Grasflächen geeignet.

Das Produkt bietet vollständige Schnittstellen für Sekundärentwicklung und unterstützt die Anbindung an industrielle Systeme wie MES, WMS und ERP.


II. Grundfähigkeiten

Der Radroboter verfügt ab Werk über die folgenden grundlegenden Arbeitsfähigkeiten und kann ohne zusätzliche Entwicklung eingesetzt werden:

FähigkeitskategorieKonkrete FunktionBeschreibung
Autonome NavigationLaser-SLAM-Kartierung und -LokalisierungKeine vorherige Installation von Baken oder Magnetmarkern erforderlich; sofort einsatzbereit erstellt LiDAR eine Umgebungskarte und lokalisiert in Echtzeit
Autonome PfadplanungUnterstützt punkt-zu-punkt autonome Pfadplanung, Echtzeit-Neuplanung bei Hindernissen, Sperrzonen und bevorzugte Routen
Navigation über mehrere EtagenUnterstützt die Integration mit Aufzügen und automatischen Türen für autonome Navigation über Etagen hinweg
MaterialtransportDirekter LastentransportSerienmäßige offene Ladefläche, direkte Aufnahme und Transport von Material bis ≤100 kg
AnhängertransportOptionale Anhängevorrichtung zum Ziehen von Standardwagen oder Materialwagen
Transport in geschlossenem BehälterOptionaler abschließbarer geschlossener Behälter für den sicheren Transport von Medikamenten, Proben und Wertsachen
UmgebungswahrnehmungHinderniserkennung und -vermeidungFusionierte Wahrnehmung mit LiDAR und Tiefenkameras; erkennt niedrige, überhängende und dynamische Hindernisse und weicht aktiv aus
UmweltüberwachungOptionale Temperatur-/Feuchte-, Gas- und Geräuschsensoren erfassen Umweltdaten in Echtzeit
FernverwaltungAufgabendispositionUnterstützt vordefinierte Transportrouten, Stationen und Frequenzen; führt zeitgesteuerte/bedarfsgesteuerte Aufgaben automatisch aus
FernüberwachungBackend zeigt Position, Status, Aufgabenfortschritt und Livebild des Roboters in Echtzeit
StörungsalarmAutomatische Alarmierung bei Anomalien (Kollision, Entgleisung, niedriger Batteriestand, Überschreitung der Umweltparameter)
OTA-UpgradeUnterstützt Fern-Updates der Firmware ohne Vor-Ort-Einsatz
Mensch-Maschine-InteraktionBedienung über mehrere EndgeräteAufgabenübermittlung über App, Web-Oberfläche oder Rufknopf an der Station
StatusanzeigeLED-Statusanzeige zeigt den Betriebszustand in Echtzeit (Bereitschaft/Ausführung/Alarm/Laden)
SicherheitsabsicherungNot-Aus und KollisionserkennungGehäuse mit Not-Aus-Taste und Kollisionsschutzleiste; Stopp bei Hindernis
AbsturzschutzTiefenkameras erkennen Stufen und Rampenkanten und verhindern Abstürze
Akustischer und visueller AlarmWährend des Betriebs ertönen Signaltöne und Blinklichter warnen Personen in der Umgebung

III. Produktaussehen

Der Radroboter verfügt über ein modulares Design mit niedrigem Schwerpunkt und eine kompakte Bauweise, die das Durchfahren enger Durchgänge und menschenreicher Bereiche erleichtert.

  • Gesamtform: Über dem Radfahrgestell sind standardisierte Montageschnittstellen vorhanden; je nach Aufgabe können Laderaum, Materialregal, Hubstange oder Roboterarm montiert werden. Die Fahrzeughöhe liegt je nach Konfiguration zwischen 350 mm und 1600 mm.
  • Farbgebung und Material: überwiegend Industriegrau; Gehäuse aus Blech und technischem Kunststoff, ebene, leicht zu reinigende Oberfläche, gewisse Stoßfestigkeit.
  • Bedienoberfläche: LED-Statusanzeige oben, Not-Aus-Tasten vorn und hinten, optional Touchscreen und Sprachinteraktionsmodul.
  • Erweiterungsschnittstellen: vorn, hinten und oben mehrere standardisierte Montagelöcher und elektrische Schnittstellen (Stromversorgung, Kommunikation); schnelle Montage von Kameras, Radar, Laderaum, Anhängekupplung, Roboterarm usw.
  • Transportvorrichtungen: offene Ladefläche, mehrstöckiges Materialregal, geschlossener Behälter oder Anhängevorrichtung; geeignet für unterschiedliche Materialformen.

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IV. Kernkomponenten

Der Radroboter besteht aus den folgenden Basismodulen, die gemeinsam autonome Transport- und Wahrnehmungsaufgaben ausführen.

KomponenteFunktionsbeschreibung
Mobiles FahrgestellErmöglicht Fahren und Lastaufnahme des Gesamtsystems. Optional Differentialantrieb oder Omnidirektionalradantrieb, geeignet für unterschiedliche Durchgangsbreiten und Arbeitsräume.
WahrnehmungssensorikSerienmäßig LiDAR, Tiefenkamera, IMU; zuständig für Umgebungskartierung, Hinderniserkennung und autonome Navigation. Optional Temperatur-/Feuchte-, Gas-, Infrarot- und weitere Sensoren.
TransportaktorikOptional offene Ladefläche, mehrstöckiges Materialregal, geschlossener Behälter, Anhängevorrichtung usw.; direkte Lastaufnahme oder Ziehen von Materialwagen.
Manipulationsaktorik (optional)Optional kleiner Roboterarm; Endeffektor als Greifer (Drücken, Aufnehmen, einfache Operationen) oder geschickte Hand (für feinere Aufgaben).
Cloud-DispositionssystemIntelligente Plattform für Multi-Roboter-Disposition, Pfadplanung, Aufgabenverteilung, Fernüberwachung und OTA-Upgrades.

V. Kernfähigkeiten und Nutzen

Der Radroboter bietet für Prozesstransport, Endzustellung und unterstützende Anwendungen in großen geschlossenen Umgebungen folgenden Kernnutzen:

Herausforderung im SzenarioLösung des Radroboters
Große Entfernung vom Lager zur Station; manueller Transport dauert lange und ist ineffizientRoboter transportiert autonom hin und zurück, fordert Material bedarfsgerecht an und setzt Personal für wertschöpfende Tätigkeiten frei
Materialfluss zwischen mehreren Etagen und Bereichen hängt von manuellen Botengängen abUnterstützt Integration mit Aufzügen und automatischen Türen für autonomen Transport über Etagen hinweg
Die letzte Zustellstrecke vom Sammelpunkt zum Nutzer ist ineffizientDer Roboter übernimmt die Endzustellung; Nutzer können an nahegelegenen Punkten oder vor der Haustür abholen
Zeitgesteuerte Lieferungen nachts oder an Feiertagen sind personell schwierigDer Roboter führt Lieferaufgaben planmäßig autonom aus, 7×24 Stunden ununterbrochen
Während des Transports müssen Umgebungsinspektion und Gerätestatusprüfung mit erledigt werdenOptional Kameras und Temperatur-/Feuchtesensoren; Mehrfachnutzen in einem Gerät
Mehrere gleichzeitig laufende Roboter neigen zu Staus und RoutenkonfliktenCloud-Dispositionssystem plant Routen zentral und weicht dynamisch aus
Vielfältige Transportgüter (Kartons, Materialboxen, Wagen, Medikamente)Verschiedene Transportvorrichtungen optional; direkte Lastaufnahme, Anhängertransport und geschlossener Transport
Am Ziel sind einfache Platzier- oder Entnahmevorgänge erforderlichOptionaler Roboterarm führt am Endpunkt Aufnehmen, Ablegen, Drücken usw. aus

VI. Erweiterungsfähigkeiten

Die folgenden optionalen Konfigurationen oder kundenspezifischen Optionen ermöglichen die Anpassung des Roboters an unterschiedliche Aufgaben.

1. Erweiterung der Fahrgestellvarianten

FahrgestelltypMerkmale und geeignete Szenarien
DifferentialantriebZwei Antriebsräder + passive Räder; einfache, zuverlässige Bauweise, kostengünstig. Geeignet für ebene Innenböden wie Lagerdurchgänge, Krankenhausflure, Rechenzentren und Labore.
OmnidirektionalräderErmöglicht Drehen auf der Stelle, Quer- und Diagonalbewegung. Geeignet für enge Technikräume, Rohrleitungskorridore und Produktionsstationen, an denen die Position präzise angepasst werden muss.

2. Erweiterung der Transportmittel

ErweiterungstypOptionale LösungAnwendungshinweis
Direkte Lastaufnahmeoffene LadeflächeGeeignet für den Batch-Transport regelmäßiger Gegenstände wie Vorrichtungen, Bauteile, Kartons und Dokumente
mehrstöckiges MaterialregalGeeignet für Materialbereitstellung mit hoher Variantenvielfalt und kleinen Losgrößen; sequenzielle Anlieferung in Stationsreihenfolge
kleiner TransportkorbFür kleine Gegenstände wie Messgeräte, Medikamente und Proben
abschließbarer geschlossener BehälterGeeignet für Medikamente, Proben, Wertsachen und vertrauliche Dokumente, die sicher transportiert werden müssen
Anhängertransportspezielle AnhängekupplungKann Standardwagen, Materialwagen, Reinigungsgeräte usw. ziehen; geeignet für Massengüter oder sperrige Gegenstände
Automatische Be- und EntladungRollen-AndockplattformKann an eine feste Rollenbahn andocken und Güter automatisch be- und entladen (kundenspezifisch)
HubmechanismusKann Standardmaterialregale anheben und transportieren, ähnlich einer AGV-Funktion

3. Erweiterung der Manipulationswerkzeuge (Roboterarm)

Der Radroboter kann optional mit einem kleinen Roboterarm ausgestattet werden, wodurch er leichte Manipulationsfähigkeiten erhält und kombinierte Aufgaben „Transport + Manipulation“ übernimmt.

ErweiterungstypOptionale LösungAnwendungshinweis
Roboterarm selbstkleiner 4- oder 6-Achs-RoboterarmReichweite 300–600 mm, Nutzlast 13 kg; geeignet für leichte Manipulationsaufgaben
Endeffektoren des RoboterarmsZweifinger-GreiferGeeignet zum Aufnehmen kleiner Gegenstände, Drücken von Tasten und Greifen regelmäßiger Objekte
adaptiver DreifingergreiferGeeignet für zylindrische und unregelmäßige Werkstücke; passt sich beim Umschließen an
elektrischer SauggreiferGeeignet zum Aufnehmen flacher Platten, Kartons, Glas und anderer ebener Gegenstände
geschickte HandGeeignet für feine Arbeiten wie Ventildrehen, Schalterbetätigung und Präzisionsmontage
SchnellwechselsystemErmöglicht schnellen Wechsel des Endeffektors; ein Roboter kann verschiedene Manipulationsaufgaben übernehmen
Anwendungsszenarien des RoboterarmsAufnahme und Ablage am EndpunktNach Ankunft am Ziel legt der Roboterarm Gegenstände vom Roboter an einem definierten Ort ab (z. B. Stationsregal, Förderband)
Öffnen/Schließen von Schrank-/BehältertürenÖffnet Geräteschranktüren für Inneninspektion oder Materialentnahme und schließt sie anschließend
Tasten-/SchalterbedienungReset-Taste drücken, Schalter umlegen, Einstellknopf drehen
Aufnahme von FremdkörpernKleine Hindernisse im Durchgang aufnehmen und zur Seite legen

4. Erweiterung der Wahrnehmungsgeräte

ErweiterungstypOptionale LösungAnwendungshinweis
Visionsmodulhochauflösende ZoomkameraFür die Fernaufnahme von Zählerständen, Geräteaussehen und Regaletiketten
Infrarot-ThermografiegerätFür Gerätetemperaturmessung, Thermografie von Schaltschränken und Leckageerkennung an Rohrleitungen
Restlicht-NachtsichtkameraFür Inspektions- und Transportaufgaben bei Nacht oder bei schwachem Licht
industrielle Smart-KameraFür Werkstückerkennung, Positionierung, Barcode-/QR-Code-Lesen und Bestätigung des Transportziels
3D-StrukturlichtkameraFür 3D-Positionierung und Greifplanung ungeordneter Werkstücke (in Verbindung mit Roboterarm)
UmweltsensorenTemperatur- und FeuchtesensorZur Überwachung von Umweltparametern in Lagern, Serverräumen, Kühlhäusern, Apotheken usw.
GassensorZur Erkennung brennbarer Gase, giftiger Gase, Rauch usw.
GeräuschsensorZur Überwachung abnormaler Betriebsgeräusche von Geräten
IdentifikationsmodulRFID-Leser/SchreiberFür Check-in an Transportpunkten, Materialrückverfolgung und Regalerkennung
QR-Code-ScannerFür Zielbestätigung, Stationserkennung und Aufgabenverifizierung

5. Software- und Systemerweiterung

ErweiterungstypFunktionsbeschreibung
TransportaufgabenverwaltungUnterstützt vordefinierte Transportrouten, Stationen und Frequenzen; erstellt und führt Transportpläne automatisch aus
Bedarfsgerechte Lieferung auf AbrufStationen können den Roboter über Tasten, Tablets oder Web-Oberfläche rufen; der Roboter holt die Ware automatisch ab und liefert sie
Multi-Roboter-DispositionCloud-Plattform unterstützt kooperative Disposition mehrerer Roboter, automatische Aufgabenverteilung, Routenplanung und Stauvermeidung
Aufzug-/Automatiktür-IntegrationUnterstützt die Integration mit Aufzügen, automatischen Türen, Brandschutztüren usw. für Transport über Etagen und Bereiche hinweg
Anbindung an industrielle SystemeÜber API oder standardisierte Industrieprotokolle an bestehende MES-, WMS- und ERP-Systeme des Kunden anbinden; automatische Aufgabenübermittlung und Statusrückmeldung
Datenaufzeichnung und BerichteZeichnet Start-/Endzeit, Route, Last und Störungen jeder Transportaufgabe automatisch auf und erstellt elektronische Berichte
Push-Benachrichtigung bei StörungenBei Anomalien werden sofort Alarminformationen an das Backend gesendet, einschließlich Livebild und Positionsinformationen
FernsteuerungUnterstützt manuelle Fernübernahme; Bediener können Livebilder anzeigen und den Roboter ferngesteuert Transport- oder Manipulationsaufgaben ausführen lassen
Unterstützung für SekundärentwicklungSDK-Entwicklungspaket und ROS-Schnittstellen für Funktionsanpassungen durch Entwicklungsteams
FernwartungUnterstützt OTA-Firmware-Updates sowie Ferndiagnose und -debugging

VII. Anwendungsszenarien

Die Anwendungsszenarien des Radroboters lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Erste Kategorie: Prozesstransport – als Glied in Produktions- und Dienstleistungsketten; zeitgesteuerter und bedarfsgerechter Transfer von Material, Bauteilen, Medikamenten, Proben usw. zwischen internen Knotenpunkten.
  • Zweite Kategorie: Endzustellung – übernimmt die „letzten 100 Meter“ des Serviceprozesses, liefert Gegenstände vom Sammelpunkt an den Endnutzer oder holt Gegenstände vom Nutzer zum Dienstknoten zurück.
  • Dritte Kategorie: Unterstützende Anwendungen – Umgebungsinspektion, Sicherheitspatrouille sowie leichte Manipulationsaufgaben mit montiertem Roboterarm; erweitert die Funktionsgrenzen des Roboters.

Erster Teil: Prozesstransport

Bauteilbereitstellung in der Fertigung

In Fertigungswerkstätten für Automobilkomponenten, Elektronikprodukte und mechanische Bearbeitung müssen die Produktionsstationen regelmäßig Bauteile und Vorrichtungen erhalten, während leere Materialboxen zurückgeführt werden. Der Roboter lädt Material aus dem Zentrallager oder Linienlager und transportiert es autonom entlang der Werkstattdurchgänge zur angegebenen Station. Nach der Ankunft erfolgt eine manuelle Entnahme und Bestätigung, oder der Roboterarm legt das Material automatisch im Stationsregal ab. Die Station kann über einen Rufknopf jederzeit Material anfordern; das System disponiert automatisch den nächstgelegenen freien Roboter. Über die MES-Anbindung erhält der Roboter in Echtzeit den Materialverbrauch der Stationen und löst bei drohendem Materialmangel automatisch Nachschubaufgaben aus, um eine JIT-Bereitstellung zu realisieren.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + mehrstöckiges Materialregal + Industriekamera + MES-Anbindung

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Zyklischer Werkzeug-/Schneidwerkzeugtransport

In Zerspanungswerkstätten, Instandhaltungswerkstätten und im Formenbau gibt es viele Schneidwerkzeuge, Messwerkzeuge und Vorrichtungen, die häufig ausgeliehen und zurückgegeben werden. Der Roboter fungiert als „mobiles Werkzeuglager“ und transportiert zyklisch zwischen Werkzeugausgabe und Stationen. Bediener geben Werkzeugbedarf über das Stationsterminal ein, das System informiert die Werkzeugausgabe, der Roboter holt die Werkzeuge ab und bringt sie zur Station; der Bediener identifiziert sich per Mitarbeiterkarte und entnimmt sie. Die Rückgabe erfolgt ebenfalls per Roboter. Ein integrierter RFID-Leser/Schreiber erkennt automatisch die Werkzeuginformationen, zeichnet Entleiher, Ausleih- und Rückgabezeit auf und ermöglicht eine vollständige Rückverfolgbarkeit des Werkzeuglebenszyklus.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + abschließbarer Schubladen-Materialschrank + RFID-Leser/Schreiber + Identifikationsmodul

Klinikinterner Umlauf von Medikamenten/Proben

In großen Allgemeinkrankenhäusern liegen Apotheke, Labormedizin und Zentralsterilisation sowie Stationen und Operationssäle in verschiedenen Gebäuden oder Etagen. Der Roboter übernimmt die Medikamentenlieferung von der Apotheke zu den Stationen, den Probentransport von der Labormedizin zu den Stationen und die Instrumentenlieferung von der Zentralsterilisation zu den Operationssälen. Ein abschließbarer geschlossener Behälter gewährleistet Sicherheit; autorisiertes Personal öffnet ihn per Mitarbeiterkarte. Der Roboter unterstützt die Integration mit Stationszugangskontrolle und Aufzügen für autonomen Transport über Etagen hinweg. Die Pflegestation kann direkt über das HIS bestellen; der Roboter holt die Medikamente in der Apotheke ab und liefert sie automatisch an die angegebene Station. Für temperaturempfindliche Medikamente kann ein temperierter Behälter konfiguriert werden, der Temperaturdaten in Echtzeit aufzeichnet.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + abschließbarer geschlossener temperierter Behälter + Aufzugintegration + HIS-Anbindung

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Probentransfer/Reagenzientransfer im Labor

In biopharmazeutischen F&E-Laboren und medizinischen Prüflaboren müssen Proben und Reagenzien häufig zwischen verschiedenen Laborbereichen transferiert werden (z. B. Annahmebereich → Extraktionsbereich → Amplifikationsbereich → Testbereich). Der Roboter ist mit einem temperierten geschlossenen Behälter ausgestattet, transportiert autonom zwischen den Laboren und unterstützt die Integration mit Zugangskontrollen. Der gesamte Transportprozess wird aufgezeichnet; das Backend kann Transportroute, Zeit und Temperaturdaten jeder Probe zurückverfolgen und erfüllt die GLP-Anforderungen. Nach der LIMS-Anbindung kann der Roboter Probentransfers automatisch entsprechend dem Laborfortschritt auslösen und einen teilautomatisierten geschlossenen Kreislauf im Laborprozess realisieren.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + temperierter geschlossener Behälter + Temperatur-/Feuchtesensor + LIMS-Anbindung

Bestandsauffüllung und Umlagerung im Lager

In großen E-Commerce-Lagerzentren oder Logistikumschlagzentren durchlaufen Waren vom Wareneingang bis zum Warenausgang mehrere Funktionsbereiche. Der Roboter übernimmt die Auffüllung vom Lagerbereich zum Kommissionierbereich und die Umlagerung von Materialboxen zwischen verschiedenen Funktionsbereichen. Er kann mehrere Materialwagen anhängen und einen Batch-Transport in einem Durchgang erledigen. Über die WMS-Anbindung werden die Bestandsniveaus der Bereiche in Echtzeit erfasst; bei Unterschreiten eines Schwellenwerts im Kommissionierbereich wird automatisch eine Nachschubaufgabe ausgelöst. Im Ware-zum-Mann-Kommissioniermodus transportiert der Roboter Materialboxen direkt vom Lagerbereich zur Kommissionierstation und steigert die Kommissioniereffizienz erheblich.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Anhängevorrichtung oder mehrstöckiges Materialregal + RFID-Leser/Schreiber + WMS-Anbindung

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Rohstoffversorgung an der Lebensmittelproduktionslinie

In Lebensmittel- und Getränkeproduktionslinien müssen Rohstoffe und Verpackungsmaterialien regelmäßig an Abfüll- und Verpackungsstationen nachgefüllt werden. Der Roboter transportiert Rohstoffe vom Zwischenlagerbereich zur Produktionslinie und führt leere Paletten/Boxen zurück. Das Gehäuse aus Edelstahl und das reinigungsfreundliche Design erfüllen lebensmittelgerechte Hygieneanforderungen. Über die Integration mit der SPS der Produktionslinie wird die Nachschubauslösung entsprechend dem Produktionstakt automatisiert, um Stillstände durch Materialmangel zu vermeiden.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + lebensmittelgerechte Ladefläche + SPS-Integration + zeitgesteuerte Aufgabendisposition

Bereichsübergreifender Umlauf von Halbleiter-Waferboxen

In Reinraumfabriken der Halbleiterfertigung müssen Waferboxen zwischen verschiedenen Prozessbereichen zirkulieren (z. B. Lithografie → Ätzen → Abscheidung → Inspektion). Der Roboter transportiert Waferboxen, erfüllt die Anforderungen der Reinraumklasse 100 und verwendet einen antistatischen geschlossenen Behälter. Über die MES-Anbindung werden bereichsübergreifende Transporte gemäß Produktionsauftrag automatisch ausgeführt; Position und Status der Waferboxen werden durchgängig verfolgt, wodurch das Kontaminationsrisiko durch manuelle Eingriffe reduziert wird.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + antistatischer geschlossener Behälter + Reinraumkompatibilität + MES-Anbindung

Papierrollen-/Tintenkassettenlieferung in der Druckerei

In Druck- und Verpackungswerkstätten sind Verbrauchsmaterialien wie Papierrollen, Farbtöpfe und Druckplatten schwer und voluminös. Der Roboter transportiert Verbrauchsmaterialien vom Lager zur Druckmaschine und führt leere Rollenkerne und Abfälle zurück. Optional sind eine Schwerlastversion oder eine Anhängevorrichtung erhältlich, um mehrere Papierrollen gleichzeitig zu transportieren. Über die Anbindung an das Produktionsplanungssystem werden die passenden Verbrauchsmaterialien auftragsbezogen vorbereitet und geliefert, wodurch die Stillstandzeit der Maschine reduziert wird.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Anhängevorrichtung + Anbindung an Produktionsplanung

Materialkreislauf in einer 3D-Druckfarm

In 3D-Druckservicefabriken laufen Dutzende Drucker gleichzeitig. Der Roboter liefert Filament/Harz zu den Druckern und holt nach Druckende Fertigteile und Abfälle zurück. Mit montiertem Roboterarm ist eine automatische Be- und Entladung möglich – der Roboterarm setzt Spulen in den Drucker ein, entnimmt Fertigteile und legt sie in einen Sammelbehälter, wodurch ein Materialkreislauf entsteht. In unbeaufsichtigten Nachtschichten kann der Roboter kontinuierlich arbeiten und die Anlagenauslastung erhöhen.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + mehrstöckiges Materialregal + Roboterarm (automatische Be- und Entladung)

Automatische Apothekenauffüllung

In Krankenhausapotheken oder großen Einzelhandelsapotheken müssen Medikamente vom Lager zu den Regalen an der Ausgabestelle nachgefüllt werden. Der Roboter transportiert Medikamente vom Lager zum Ausgabebereich und ist mit automatischen Medikamentenspendern integriert, um die Logistik innerhalb der Apotheke zu automatisieren. Apotheker müssen die Ausgabestelle nicht verlassen, um Nachschub zu erledigen, und können sich auf Rezeptprüfung und Medikationsberatung konzentrieren. Nachts werden Batch-Auffüllungen automatisch ausgeführt, damit die Regale bei Öffnung am nächsten Tag ausreichend bestückt sind.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + Ladefläche + Anbindung an das Apothekenverwaltungssystem


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Zweiter Teil: Endzustellung

Paketzustellung in Campusgebäude

In großen geschlossenen Arealen wie Universitätscampus, Technologieparks und Softwareparks liefern Paketdienste täglich Pakete zentral an eine Paketstation; anschließend werden sie manuell auf Gebäude verteilt. Der Roboter wird am Sammelpunkt eingesetzt; Mitarbeiter sortieren Pakete nach Gebäuden und legen sie in den Laderaum. Der Roboter navigiert autonom zur Lobby im Erdgeschoss oder zum Paketfach des Zielgebäudes. Empfänger erhalten eine Benachrichtigung über die Smartphone-App und holen das Paket per Scan am Roboterbildschirm ab. Der Roboter bedient mehrere Gebäude pro Fahrt und hält die Route nacheinander an. Künftig ist ein Sofortzustellungsmodell möglich, bei dem Pakete direkt nach Ankunft zugestellt werden.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + mehrstöckiges Materialregal + Abholung per Scan + Aufzugintegration + 4G/5G

Lieferung von Take-away/Frischwaren bis zur Haustür in Wohnquartieren

In großen geschlossenen Wohnanlagen und Seniorenwohnungen können Lieferfahrer und Kuriere Gegenstände nur bis zum Eingang der Anlage bringen. Der Roboter übernimmt die Gegenstände am Anlageneingang, navigiert autonom zum Zielgebäude, öffnet über die Integration mit der Türzugangskontrolle die Tür, fährt mit dem Aufzug zur Zieletage und der Nutzer wird per App oder SMS benachrichtigt, die Tür zu öffnen und die Gegenstände abzuholen. Ein temperierter Behälter erfüllt die Anforderungen an Frischwarenlieferungen. Für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität ist dies eine wesentliche Erleichterung. Künftig ist eine vollautomatisierte Lieferung „vom Lager bis zur Tür“ möglich.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + abschließbarer temperierter Behälter + Tür-/Aufzugintegration + App-Benachrichtigung

Zustellung von Medikamenten/Befunden an Patienten in Kliniken

In großen Allgemeinkrankenhäusern müssen ambulante Patienten häufig zwischen verschiedenen Gebäuden pendeln, um Medikamente oder Laborbefunde abzuholen. Der Roboter wird in der Eingangshalle oder Apotheke eingesetzt; Patienten bestellen über Smartphone-App oder ein klinikinternes Terminal, die Apotheke bereitet die Medikamente vor und legt sie in den Laderaum, der Roboter navigiert autonom zum Wartebereich oder vor die Tür des Behandlungszimmers des Patienten, und der Patient holt die Medikamente per Scan ab. Gleiches gilt für Laborbefunde. Für ältere und auswärtige Patienten verringert sich die Wegezeit im Krankenhaus. Künftig sind auch die Lieferung von Krankenhausgegenständen und die Zustellung von Entlassungsmedikamenten möglich.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + geschlossener Behälter + Identitätsprüfung + Anbindung an Krankenhaussysteme

Zustellung von Gegenständen auf Hotelzimmer

In Sterne- und Business-Hotels benötigen Gäste Lieferungen von Take-away und Gästeartikeln (Zahnbürste, Handtuch, Mineralwasser) aufs Zimmer. Der Roboter wird in der Lobby oder im Servicezentrum eingesetzt; Servicekräfte legen die Gegenstände in den Laderaum, der Roboter fährt autonom mit dem Aufzug zur Zieletage, fährt zur Zimmertür und benachrichtigt den Gast über das Zimmertelefon oder die App, die Tür zu öffnen und die Gegenstände zu entnehmen. Der Roboter kann mehrere Bestellungen gleichzeitig mitführen und nacheinander zustellen. In der Nacht ersetzt er manuelle Botengänge und erhöht die Service-Reaktionsgeschwindigkeit.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + kleiner Laderaum + Anbindung an Zimmersystem + Aufzugintegration

Dokumenten-/Paketumlauf in Bürogebäuden

In sehr hohen Bürogebäuden müssen Pakete und interne Dokumente zwischen Empfang, Unternehmen und Abteilungen zirkulieren. Der Roboter nimmt Sendungen am Empfang oder in der Poststelle auf, fährt autonom mit dem Aufzug und liefert sie an die Empfänge der Unternehmen oder definierte Arbeitsplätze auf den Etagen. Geplante Zustellungen werden unterstützt; Nutzer bestellen über das Bürosystem und geben die gewünschte Zustellzeit an. Über die Anbindung an das Gebäudeverwaltungssystem werden Etagengrundriss und Zutrittsberechtigungen automatisch bezogen. Damit wird die Zustellungsherausforderung der „letzten 100 Meter“ in Bürogebäuden gelöst.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + geschlossener Behälter + Aufzugintegration + Anbindung an Bürosystem

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Lieferung von Alltagsgegenständen in Apartments/Fachkräftewohnungen

In Langzeitmietapartments und Fachkräfteapartments haben Mieter tägliche Lieferbedarfe wie Wäscheservice, Supermarktwaren und Take-away. Der Roboter nimmt Gegenstände an Servicestellen (Waschsalon, Convenience Shop, Lieferfach) auf und liefert sie bis zur Wohnungstür. Der Service ist rund um die Uhr verfügbar; Mieter vereinbaren die Lieferzeit per App und können die Gegenstände bei Ankunft abholen. Apartmentbetreiber können dies als Mehrwertdienst anbieten, um Mieterzufriedenheit und Verlängerungsquote zu steigern.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + austauschbarer Laderaum + Türintegration + Anbindung an Apartmentverwaltung

Seniorengerechte Lieferung in Seniorenwohnanlagen

In Seniorenwohnanlagen sind ältere Menschen mobilitätseingeschränkt; die Lieferung von Medikamenten, Mahlzeiten und Alltagsgegenständen ist ein Grundbedarf. Der Roboter liefert Gegenstände von Gemeinschaftsküche, Apotheke und Supermarkt bis zur Zimmertür. Sprachinteraktion wird unterstützt; ältere Menschen können den Roboter per Sprache rufen. Über die Integration mit dem Notrufsystem können sie während der Lieferung auch einen Notruf auslösen. Das reduziert Wege für ältere Menschen und senkt das Sturzrisiko.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + geschlossener Behälter + Sprachinteraktion + Notruf-Integration

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Gegenstandszustellung in Flughafenterminals

In großen Flughafenterminals müssen verlorene Gegenstände, Duty-Free-Waren und für das Gate benötigte Dokumente schnell innerhalb des Terminals zugestellt werden. Der Roboter nimmt Gegenstände am Fundbüro, im Duty-Free-Shop oder im Servicezentrum auf und navigiert autonom zum angegebenen Gate oder zur aktuellen Position des Passagiers. Über die Anbindung an das Flughafeninformationssystem werden Passagierposition und Fluginformationen in Echtzeit abgerufen. Damit wird die ineffiziente bereichsübergreifende Zustellung im Terminal gelöst.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + geschlossener Behälter + Echtzeit-Positionsverfolgung + Anbindung an Flughafensystem

Dokumentenlieferung in Messe-/Kongresszentren

In großen Messe-/Kongresszentren müssen Aussteller Dokumente und Materialien vom Servicestand zu den Ständen liefern und beim Abbau zurückholen. Der Roboter wird am Servicestand eingesetzt; Aussteller bestellen per App oder Vor-Ort-Terminal, der Roboter lädt und navigiert autonom zum Stand. Standpositionen können dynamisch anhand der Karte angepasst werden; der Roboter passt sich automatisch an. Damit werden zahlreiche manuelle Botengänge während der Messe reduziert und Personalkosten gesenkt.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + offene Ladefläche + Standnavigation + Vor-Ort-Rufterminal

Automatische Rückgabe und Einsortierung von Bibliotheksbüchern

In Hochschul- oder öffentlichen Bibliotheken müssen zurückgegebene Bücher vom Rückgabeschalter zum Sortierbereich und anschließend zurück ins Regal transportiert werden. Der Roboter transportiert zurückgegebene Bücher vom Rückgabeschalter zum Sortierbereich und unterstützt das automatische Sortiersystem bei der Klassifizierung. Sortierte Bücher werden vom Roboter zum entsprechenden Regalbereich gebracht und unterstützen das Bibliothekspersonal beim Einsortieren. Das Bibliotheksverwaltungssystem zeichnet den Buchstandort durchgängig auf; bei der Suche können Leser den genauen Standort ermitteln.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + mehrstöckiges Materialregal + Anbindung an Bibliotheksverwaltungssystem


Dritter Teil: Unterstützende Anwendungen

Nächtliche Sicherheitspatrouille

In Bürogebäuden, Rechenzentren, Lagern und Campusgeländen ist nachts wenig Personal vorhanden, Sicherheitsinspektionen dürfen jedoch nicht unterbrochen werden. Der Roboter patrouilliert autonom auf vordefinierten Routen, überwacht Schlüsselbereiche mit Restlichtkamera und Infrarotthermografie und erkennt ungewöhnliches Eindringen, blockierte Fluchtwege, Wasserrohrleckagen, offene Türen/Fenster usw. Bei Anomalien werden sofort Alarmbilder und Positionsinformationen an den Sicherheitsleitstand gesendet und ein akustischer/visueller Alarm ausgelöst. Mehrere Roboter können bereichsweise kooperativ patrouillieren und zentral über die Cloud disponiert werden.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad- oder Differentialfahrgestell + Restlichtkamera + Infrarotthermografie + Gassensor + Alarm-Push

Inspektion von Technikräumen/Verteilerräumen

In Verteilerräumen, Rechenzentren, Klimaanlagenräumen und Pumpenräumen mit dichter Gerätebelegung müssen Geräte 24 Stunden laufen. Der Roboter führt auf vordefinierten Routen regelmäßige Inspektionen durch; eine Hubstange hebt hochauflösende Kamera und Infrarot-Thermografiegerät auf die Höhe der Gerätefrontplatten, um Status von Anzeigeleuchten und Messwerte aufzunehmen sowie die Temperaturverteilung auf Geräteoberflächen zu prüfen. Ein Geräuschsensor erkennt abnormale Betriebsgeräusche. Bei Anomalien wird sofort alarmiert; Inspektionsdaten werden automatisch in Berichten zusammengefasst und erleichtern die Rückverfolgung und Analyse.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Hubstange + hochauflösende Kamera + Infrarotthermografie + Geräuschsensor

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Inspektion von Rohrleitungs-/Ventilbereichen

In Rohrbrücken und Ventilgruppenbereichen von Chemiewerken, Pharmaproduktionsstätten und Lebensmittelfabriken patrouilliert der Roboter auf vordefinierten Routen, prüft per visueller Erkennung, ob Ventilzustände mit dem Leitsystem übereinstimmen, erkennt per Infrarotthermografie durch Leckagen verursachte Temperaturanomalien und überwacht mit Gassensoren schädliche Gase. Bei falscher Ventilposition kann die Version mit Roboterarm das Ventilhandrad ferngesteuert drehen und korrigieren.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Infrarotthermografie + Gassensor + optionaler Roboterarm

Regalinventur im Lager

In großen Lagern dauert die traditionelle manuelle Inventur lange und ist fehleranfällig. Der Roboter fährt entlang der Regalgänge, hebt per Hubstange RFID-Leser/Schreiber oder Visionskameras auf unterschiedliche Höhen, scannt automatisch Regaletiketten und gleicht die Daten mit dem WMS ab, um die Bestandsaufnahme abzuschließen. Die Inventur kann nachts automatisch ausgeführt werden, ohne den Tagesbetrieb zu beeinträchtigen. Häufige Inventuren in Schlüsselbereichen (z. B. tägliche Inventur schnell drehender Artikel) werden unterstützt, um Bestandsabweichungen frühzeitig zu erkennen.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Hubstange + RFID-Leser/Schreiber + hochauflösende Kamera + WMS-Anbindung

Statusinspektion von Produktionsanlagen

In Fertigungswerkstätten führt der Roboter regelmäßige Rundgänge an Produktionsanlagen, elektrischen Schaltschränken und Druckluftleitungen durch. Mit dem Visionsmodul prüft er Statusanzeigen, Manometerwerte und Ölstände; mit Infrarotthermografie prüft er die Temperatur von Motoren, Schaltschränken und Anschlussklemmen. Bei Anomalien wird sofort alarmiert; Bediener können die Situation über Livebilder bestätigen und bei Bedarf den Roboterarm ferngesteuert einfache Maßnahmen ausführen lassen (z. B. Reset-Taste drücken).

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Hubstange + hochauflösende Kamera + Infrarotthermografie + MES-Anbindung

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Unterstützte Montage (Roboterarm)

An Präzisionsmontagestationen müssen Bediener häufig Schrauben, Unterlegscheiben und Steckverbinder in verschiedenen Größen verwenden. Der Roboter steht neben der Station, empfängt Befehle per Sprache oder Fußschalter und greift die entsprechenden Teile aus der Zuführschale, um sie dem Bediener zu reichen. Nach der Montage kann der Roboter Fertigteile übernehmen und auf der Fertigteilpalette ablegen. Mit Kraftsensoren und geschickter Hand kann er außerdem einfache Montagebewegungen wie Ausrichten, Drücken und Einrasten unterstützen.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Roboterarm (mit geschickter Hand) + Kraftsensor + 3D-Vision + Sprach-/Fußschalterauslösung

Automatische Be- und Entladung (Roboterarm)

An Einzelmaschinen wie CNC-Maschinen, Spritzgussmaschinen und Koordinatenmessgeräten übernimmt der Roboter die Zuführung von Rohteilen und die Entnahme von Fertigteilen. Der Roboter greift Rohteile vom Tray oder Materialregal, fährt vor die Maschinentür, wartet, bis die Maschine den vorherigen Zyklus abgeschlossen und die Tür geöffnet hat, der Roboterarm fährt in den Arbeitsraum, entnimmt das Fertigteil und legt das Rohteil in die Spannvorrichtung. Mit Schnellwechselsystem können Greifer oder Sauggreifer je nach Werkstückform schnell gewechselt und unterschiedliche Werkstücke gehandhabt werden.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Roboterarm (mit Schnellwechselsystem) + Greifer/Sauggreifer + SPS-Integration

Tür-/Tastenbedienung (Roboterarm)

Wenn bei der Inspektion eine Alarmleuchte aufleuchtet oder eine Schranktür nicht geschlossen ist, können Bediener die Situation über Livebilder prüfen und den Roboterarm ferngesteuert einfache Maßnahmen ausführen lassen. Der Roboterarm kann Reset-Tasten auf Gerätefrontplatten drücken, Wahlschalter umlegen und Schranktüren schließen. Wenn das Innere des Schranks geprüft werden muss, kann der Roboterarm zuerst die Schranktür öffnen, nach der Kameraaufnahme wieder schließen und so einen geschlossenen Regelkreis von der „Entdeckung“ bis zur „Lösung“ realisieren.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Hubstange + Roboterarm (mit Zweifinger-Greifer) + Fernsteuerung

Fremdkörperaufnahme/Durchgangsreinigung (Roboterarm)

Wenn bei der Inspektion kleine Hindernisse im Durchgang entdeckt werden (z. B. verstreute Teile, Verpackungsabfälle), kann der Roboterarm sie aufnehmen und zur Seite legen, um den Durchgang wieder frei zu machen. Bei Waren, die im Lager vom Regal gefallen sind, kann der Roboterarm sie aufnehmen und in einen Sammelkorb legen. Kleine Durchgangsblockierungen werden ohne manuellen Eingriff beseitigt; die Verkehrssicherheit des Roboters selbst und anderer Arbeitsfahrzeuge wird gewährleistet.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Roboterarm (mit Greifer) + visuelle Erkennung

Automatisierte Laboroperationen (Roboterarm)

In Biolaboren kann der Roboter mit Roboterarm einfache repetitive Operationen ausführen, z. B. Öffnen/Schließen von Deckeln (Reagenzgläser, Zentrifugenröhrchen), Scannen von Proben, Unterstützung beim Pipettieren und Ablegen von Proben auf Gerätepaletten. In Zusammenarbeit mit Laborautomatisierungsgeräten (z. B. automatisierten Arbeitsplätzen) entsteht ein halbautomatisierter Laborprozess. Laborpersonal kann ferngesteuert eingreifen und die Expositionszeit vor gefährlichen Reagenzien reduzieren.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + Roboterarm (mit geschickter Hand) + 3D-Vision + LIMS-Anbindung

Lehr- und Forschungsplattform

In Studiengängen wie Automatisierung, Robotik und Mechatronik dient der Roboter als Lehr- und Experimentierplattform. Studierende lernen an realer Hardware Inhalte wie Bewegungssteuerung mobiler Roboter, SLAM-Navigationsalgorithmen, Pfadplanung, Sensorfusion und Bewegungsplanung von Roboterarmen. SDK-Entwicklungspaket und ROS-Schnittstellen werden bereitgestellt und unterstützen Sekundärentwicklung und Algorithmusvalidierung. Lehrende können mit dem Roboter Demonstrationssysteme aufbauen und automatisierte Arbeitsabläufe im Unterricht anschaulich zeigen.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + LiDAR + Tiefenkamera + SDK/ROS-Schnittstellen

Führung in Ausstellungsräumen/Wissenschaftsmuseen

In Unternehmensshowrooms, Wissenschaftsmuseen und auf Messen übernimmt der Roboter Besucherempfang und Exponaterklärung. Nach Erkennung der Besucheridentität spielt er eine individuelle Begrüßung ab und führt Besucher auf vordefinierten Routen durch die Ausstellungsbereiche. Vor einem Exponat löst er automatisch die Integration mit Großbildschirmen und Beleuchtung aus und spielt die passenden Erläuterungen ab. Das Backend kann Verweildauer und Interaktionshäufigkeit je Ausstellungsbereich erfassen und liefert Daten zur Optimierung der Ausstellung.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + Touchscreen + Sprachinteraktion + Roboterarm (interaktive Demonstration)

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Leitservice in Hotels/Einkaufszentren

In Hotellobbys, Einkaufszentren und großen Verkehrsknotenpunkten bietet der Roboter Auskunft, Wegeführung und Geschäftsempfehlungen. Nutzer interagieren per Sprache oder Touchscreen; der Roboter kann sie zum Ziel führen (z. B. zu einem Geschäft, zur Toilette, zum Aufzug). Mehrsprachigkeit wird unterstützt und eignet sich für internationale Einrichtungen. Das Backend kann häufige Fragen und frequente Ziele analysieren und die Serviceressourcenplanung optimieren.

Empfohlene Konfiguration: Omnidirektionalrad-Fahrgestell + Touchscreen + Sprachinteraktion + Indoor-Positionsnavigation

Materialmanagement auf intelligenten Baustellen

Auf Baustellen (befestigte Flächen) müssen kleine Werkzeuge, Verbrauchsmaterialien und Befestigungselemente vom Lager zu den Arbeitspunkten transportiert werden. Der Roboter liefert Materialien an den angegebenen Arbeitsbereich und prüft gleichzeitig, ob die Materiallagerung ordnungsgemäß und die Brandschutzwege frei sind. Ein Staubschutzset macht ihn für die Baustellenumgebung geeignet. Über die Anbindung an das Baustellenmanagementsystem werden Materialentnahme und -verbrauch aufgezeichnet, um Verschwendung und Verlust zu reduzieren.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell (verstärkte Ausführung) + offene Ladefläche + Staubschutz + Anbindung an Baustellensystem

Umgebungsinspektion in landwirtschaftlichen Gewächshäusern

In großflächigen Gewächshäusern (mit befestigten Wegen) erfasst der Roboter entlang der Inspektionsroute Umweltparameter wie Temperatur, Feuchte, Lichtintensität und CO₂-Konzentration und fotografiert den Pflanzenwachstumszustand mit einer Multispektralkamera. Die Daten werden auf eine Agrar-IoT-Plattform hochgeladen und unterstützen Landwirte bei der Bestimmung der Zeitpunkte für Bewässerung, Düngung und Lüftung. Der Roboter ersetzt die manuelle Inspektion jedes Gewächshauses und eignet sich besonders für heiße und feuchte Gewächshausumgebungen.

Empfohlene Konfiguration: Differentialfahrgestell + Temperatur-/Feuchtesensor + Multispektralkamera + Anbindung an Agrar-IoT


IX. Hinweise zu Einsatzbedingungen

Geeignete Umgebung:

  • Ebene, harte Innenböden wie Epoxidharzböden, Betonböden, Fliesenböden und Holzböden
  • Befestigte Wege wie asphaltierte oder betonierte Wege auf Werksgeländen
  • Rampen mit einer Steigung von höchstens 15°
  • Hindernisse wie Türschwellen und Kabelkanäle mit einer Höhe von höchstens 30 mm

Nicht geeignete Umgebung:

  • Treppen, Stufen
  • Weiche oder unebene Gelände wie Schlamm, Sand, Gras, Schotterwege
  • Böden mit starken Ölverschmutzungen oder Wasseransammlungen
  • Steigungen über 15°

Für den Einsatz in komplexem Gelände kann eine Quadruped-Roboter-Lösung gesondert angefragt werden.

Häufig gestellte Fragen

Q1: Wofür wird dieser Radroboter hauptsächlich eingesetzt?

A: Er löst hauptsächlich Aufgaben auf den „letzten 100 Metern“ in geschlossenen und halbgeschlossenen Szenarien; er übernimmt Materialtransport, Endzustellung und Sicherheitsinspektion. Mit optionalem Roboterarm sind auch einfache Gerätebedienungen möglich.

Q2: Muss für die Navigation des Radroboters Magnetstreifen oder QR-Codes verlegt werden?

A: Nein. Zusätzliche Baken oder Magnetstreifen sind nicht erforderlich. Die Laser-SLAM-Technologie sorgt für autonome Kartierung und Lokalisierung; bei Hindernissen wird die Route neu geplant. Über die Aufzugintegration ist autonomer Betrieb über mehrere Etagen möglich.

Q3: Für welche Bodenumgebungen ist der Radroboter geeignet?

A: Er eignet sich für ebene, harte Böden wie Epoxidharzböden und asphaltierte Wege auf Werksgeländen; niedrige Türschwellen können überfahren werden. Treppen, Sand und schlammige Böden sind nicht geeignet; für komplexes Gelände kann eine Quadruped-Roboter-Lösung angefragt werden.

Q4: Kann der Radroboter an bestehende Unternehmenssysteme angebunden werden?

A: Ja. Vollständige Schnittstellen für Sekundärentwicklung werden bereitgestellt; eine Anbindung an industrielle Systeme wie MES, WMS und ERP einschließlich Aufgabenübermittlung und Statusrückmeldung ist möglich, sodass er sich in bestehende Geschäftsprozesse integrieren lässt.

Q5: Welche optionalen Hardware-Erweiterungen bietet der Radroboter?

A: Das Fahrgestell ist wahlweise mit Differential- oder Omnidirektionalrädern erhältlich; außerdem können ein geschlossener Behälter, eine Anhängevorrichtung, verschiedene Sensoren und ein Roboterarm montiert werden, um unterschiedliche Anforderungen wie Transport, Umweltüberwachung sowie einfaches Greifen und Drücken zu erfüllen.